von Fabio Rössler
Das Web 2.0 ist für den Großteil der Bevölkerung nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken. Seiten wie google, youtube und schülerVZ werden täglich millionenfach angeklickt und jeder User hinterlässt dabei mehr oder weniger auffällige Spuren, die für jeden anderen im Internet frei abrufbar sind. Längst haben Firmen und Unternehmen diese Möglichkeit für sich entdeckt und nutzen sie auch um Informationen über Arbeitnehmer oder Bewerber einzuholen.
…das bisherige Vorstellungsgespräch lief für Sebastian ziemlich gut. Seiner Meinung nach hat er einen guten Eindruck hinterlassen und denkt der Job sei ihm schon so gut wie sicher. Plötzlich legt ihm sein gegenüber ein Foto vor, das ihn während seines letzten Urlaubes mit seinen Freunden zeigt. In der einen Hand eine Bierflasche posiert er stark angetrunken mit seinen Freunden am Strand. Mit den Worten, dass Mitarbeiter mit einem derartigen Freizeitverhalten nicht in die Firma passen würden, endet das Vorstellungsgespräch. Sebastian ist geschockt, woher hatte der Personalchef dieses Foto, woher konnte er davon wissen?
Obwohl diese Vorstellung auf den ersten Blick relativ abwegig erscheint, könnte in absehbarer Zeit durchaus real werden. Informationen über sich selbst, wie Fotos, Videos oder auch nur Kommentare zu aktuellen Ereignissen die man mit seinem Namen versieht, bleiben jahrelang im Internet enthalten und sind für jeden jederzeit frei verfügbar- Web 2.0 sei Dank.
Personalchefs nutzen diese Tatsache bereits um eine erste Vorauswahl der Bewerber zu treffen und sprechen vom so genannten „Jobmarkt 2.0“.
Durch die oben genannten Aspekte hat sich sogar regelrecht ein neuer Markt eröffnet. Es gibt Unternehmen die sich einzig und allein darauf konzentrieren möglichst viele Informationen über Bewerber aus dem Netz zu ziehen. Die Aufträge dafür kommen von Firmen, die die Vorauswahl weiter einengen möchten. Dabei kommen neuerdings Programme zum Einsatz, die die biometrischen Daten des Gesichtes vom Bewerbungsfoto ablesen und daraufhin das Internet nach diesen Daten durchforsten.
Auf der anderen Seite haben sich auch Unternehmen gebildet die auf Wunsch von Bewerbern das Internet nach Daten durchsuchen, die dem Bewerber schaden könnten, und diese löschen. Ein solcher „kill“ kostet um die 20 €. Ein weiteres Angebot ist das Erstellen von Texten oder Beiträgen, die den Bewerber von seiner besten Seite präsentieren und von Suchmaschinen wie google an möglichst erster Stelle angezeigt werden.
Die beste Möglichkeit um solche Probleme zu vermeiden, ist jedoch auf sein Verhalten im Internet zu achten und dort nichts zu hinterlassen, mit dem sie in einigen Jahren in Verbindung gebracht werden wollen.
Version 2:
von Niklas Vervekin und Pascal Heiden
Gefahren des Web 2.0
Im Internet hinterlässt man Datenspuren die rekonstruiert werden können,das gefährliche daran ist ,dass diese Datenspuren persönliche Informationen enthalten,diese können dann missbraucht werden.
Angenommen du hast dir deine eigene Seite zusammengestellt und postest fleißig was dir in den Sinn kommt. Deine Freunde finden das toll und lesen mit oder kommentieren auch hin und wieder mal. Dir macht das ganze Spaß und du willst etwas mehr aus deiner Seite machen. Doch dadurch bist du schon in Suchmaschinen zu finden. Das ist gut, so kommen doch mehr Benutzer auf deine Seite, die sich für deinen Inhalt interessieren.
Irgendwann möchtest du deinen Bekannten ein paar Fotos von deinem letzten Zeltlager, dem Konzert von gestern oder deinem neuen Auto zeigen. Um das Ganze möglichst komfortabel zu machen, meldest du dich bei einem Dienst an und bindest die Fotos in deine Seite ein. Nun können sie von anderen Benutzern die sich deine Seite angucken kommentiert werden.
Aber warum ist das schlecht?
Du selbst gibst massig Informationen von dir preis. Und das freiwillig. Das ist eigentlich ganz okay, schließlich leben wohl die meisten Leser dieses Blogs in Deutschland und da gilt die Informationelle Selbstbestimmung als Grundrecht. Aber trotzdem kann dies Folgen haben. Man macht es Leuten leicht, die gezielt etwas über dich herausfinden möchten. Ob sich jemand wohl fühlt wenn zum Beispiel der Chef mitliest? Trotzdem muss man sich nur einmal Gedanken darüber machen, was eine komplett fremde Person sich für ein Bild von einem machen kann in dem man die oben beschriebene Seite dursucht: Man kennt aus den Beiträgen vielleicht das ein oder andere persönliche Detail, aus den Fotos kann man sich eine optische Vorstellung der Person machen und sehen ob beim letzten Urlaub schönes Wetter war oder mit welchen Leuten du Kontakt hast.
Beispiel Schuelervz:
Jeder der dich nicht kennt, könnte deine Seite angucken und persönliche Informationen von dir bekommen, doch svzTM sorgt vor:Man kann sein Profil nur für Leute zugänglich machen, die eine „Freundschaft“ mit dir haben.
Außerdem dürfen sich da nur Leute anmelden,die eine Einladung von einem Freund bekommen. Aus diesem Grund ist es fast unmöglich, sich als z.B. Lehrer das Profil eines seiner Schüler anzuschauen.
Viele Seiten die speziell für Schüler sind, sind sicherer als normale Internet Comunities.